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KELLER STEFF BAND - langsam pressiert´s

Am 14.05.2015 um 20:30 Uhr
Einlass: ab 19:30 Uhr
20,00 € *

Preis Abendkasse 22,00 €*

nur noch Abendkasse
 

 

langsam pressiert's

nennt der Keller Steff seine neue CD. Wahrscheinlich hat´s ihm pressiert, seine ganze Energie und die seiner Band in neuen Songs zu präsentieren. Trotzdem lassen sich die Burschen aus dem Chiemgau nicht hetzen. In gewohnter, unverkennlicher bayrischer Mundart besingt der Steff das Leben so wie es ist, mit Sicherheit nicht immer geradlinig. In stilistischer Hinsicht ist die Keller Steff Band ihrem Motto treu geblieben „alles was Spaß macht, ist erlaubt!“. Da wird ungeniert zur E-Gitarre gegriffen, die Regler werden ganz nach rechts gedreht, und mit Vollgas wird des Teufels Handwerk beschrieben.

 

Dabei erinnert die Band  an einen fröhlichen Schuster, der gern und entspannt bei seinen Leisten bleibt. Das Gesamtwerk verzichtet auch diesmal wieder auf elektronische Soundschleifen, Samples und Technobeats. Direkt, gerade, ehrlich, so könnte man die Arrangements beschreiben. So bleiben Akustikgitarre und Kontrabass die Garanten für den gewohnten Keller Steff Sound, wobei im Dorf schon erzählt wird, es läge ganz am ausgetüftelten Schlagzeugsound. Experimentierfreudig wie sie sind, die vier, scheint es, als stünde Opas Hammond in der Ecke und was könnte selbstverständlicher sein, diese zu integrieren. Hoch lebe die Tüftlerkunst!

 

Seine tiefe Verwurzelung und seinen handwerklichen Ursprung in der dörflichen Umgebung, da wo man noch einen „Magic“ kennt, bringt der Keller Steff genauso zum Ausdruck, wie die dorftypischen „Ratschereien“ „I kenn oan und der kennt oan, und der hod ghead....“, nicht nur unter Frauen!

Der „Magic“ ist einer mit kreativen Fähigkeiten, der eigentlich alles kann. Vom Schweißen, Flexen, Leimen, ja alles, was „man“ so braucht, das macht ihn natürlich sehr beliebt, den „Magic“.  Mit ironischer Feinsinnigkeit könnte man die Homage an den Magic auch als Aufforderung „zur Hilfe untereinander“ für so manche Dorfbewohner halten...

Gesellschaftskritik ohne „Zwidernheit“ ist eine weitere Stärke der Kellerkunst. „Danz in deim Leb´n“ möchte zur gelegentlichen Selbstüberwindung und zum Abschütteln von verhindernden Zweifeln anregen. Im „Deifi“-Lied kriegen die saturierten Bösen und miesen Gemeinen, die, die nicht mehr wissen, wo vorne und hinten ist oder was sich gehört und wo sie die Präferenzen setzen sollten, endlich einmal ihr Fett weg. Mittels einer gesungenen Kanzelpredigt stellt Reverent Steff Keller der besungenen Klientel freundlicherweise in Aussicht, “dass sie der Deifi holen wird“. Dass er dabei ein klein wenig zu einer wuiden Mischung aus Mick Jagger und Alice Cooper wird, liegt in der Natur der Sache.

 

Dazwischen radelt lässige Gemütlichkeit freihändig und bringt auf dem Gepäckträger ein gesungenes Sommergefühl. Schön langsam hat man den Badekiosk vor den Augen und schlendert zusammen mit dem Spezi zum Badetuch, wobei die Unendlichkeit der Zeit mit der Tiefe des Lebensgefühls über die Gänsehaut raufprickelt. Die gehörte Badehose will man 3 Monate nicht mehr ausziehen, nur weil der Steff das Summerfeeling so schön wach singt.  Und das Ganze auf „preißisch“ gesungen lässt endlich eine schöne Tradition wiederaufleben. Die von Fredl Fesl begründete Mundartübersetzung, der ja als erster erkannt hat, wie wichtig es ist, auch dem Zuhörer, der des Bayerischen nicht mächtig ist, die Hand zu reichen, findet eine längst fällige  Fortführung.

 

Aber auch der Tiefgang kommt auf den Keller Steff Alben Gott sei Dank nicht zu kurz. Schon mit „Marionetten“ vom Bulldogfahrer Album sang er uns eine Gänsehaut. Jetzt heißt die Ballade der Stunde „Kurvn“. Wie umgehen mit niederdrückenden Erfahrungen? Akzeptieren, entspannen, weitermachen. Und nicht vergessen, das zu tun, was man schon immer mal machen wollte. Bei Kurvn kommt etwas rüber, das Kraft gibt und Mut macht, auch wenn es mal nicht so läuft. Steff lehrt uns aus eigener Erfahrung: Die Kurvn im Leben, die hat einen Sinn! Auch die unglaublich schöne Liebesballade "Meine Dog ohne di" unterstreicht diese bisher weniger entdeckte Seite des Musikers.

 

Die Keller Steff Band ist im dritten Album nicht zuletzt gesanglich fein zusammen gewachsen. Man spürt die Spielfreude und erkennt schon akustisch die theatralen Elemente, die die Truppe nach über 300 Liveauftritten im Freistaat und Österreich mit ins Programm gedrechselt hat.

Die Mischung aus fast allen Stilrichtungen (Hardrock, Reggae, Folk) mit kabarretistischen Einlagen begeistert schon immer eine stetig wachsende Fangemeinde. Mit „Langsam pressiert´s!“ legen die vier nochmal einen drauf, und das vor allem im musikalischen Bereich.

 

Unkompliziert und einfach wurde auch das Artwork für das Cover generiert. Die zufällig entstandene Zeichnung stammt von der Freundin vom Steff. Vermutlich wollte sie ihm damit auf einfache Art und Weise vor Augen führen wie es ist, wenn man bei ihm die Heandl wachsen hört. Aufgenommen wurde das Album vom Franz, beim Keller Steff daheim in der Werkstatt, in Heimarbeit also, auf der eigenen Werkbank.

 

 

„Langsam pressiert´s“, dass Bayern wieder eine KultBand hat! Das Zeug dazu hat die Keller Steff Band allemal.

Weitere Veranstaltungen von KELLER STEFF BAND
  • Plätze bestuhlt - freie Platzwahl
  • Genre Konzert - Singer-Songwriter
 
 
 

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